Die zehn führenden GOP-Kandidaten trafen auf der Bühne in der „Quicken Loans“-Arena vor enthusiastischen Fans zum ersten großen Schlagabtausch der 2016-Wahlschlacht zusammen und parierten die harten Fragen der Fox-Moderatoren Megyn Kelly, Chris Wallace und Bret Baier.

Shootingstar Donald Trump startete unsicher: Er versprach, zahmer und staatstragender aufzutreten, doch fühlte sich dabei unwohl. Rasch verfiel der Baulöwe aber wieder in seine Rüpel-Rethorik und Hetze gegen Latinos – teilweise unter Buh-Rufen des Publikums. Trump wiederholte seine Forderung nach einer Mauer an der Mexiko-Grenze. Er drohte neuerlich, dass er als Unabhängiger antreten könnte – ein Albtraum-Szenario für die Republikaner.

Jeb Bush lieferte eine solidere Performance als bei jüngsten Wahlkampfauftritten, als er in Fettnäpfe tappte, doch wirkte insgesamt langatmig. Die Underdogs Chris Christie, Rand Paul und Ted Cruz wollten sich mit aggressiven Rundumschlägen aus dem Umfragentief befreien. Marco Rubio vermied direkte Attacken auf seine Rivalen, argumentierte artikuliert. Scott Walker, einer der früheren Aufsteiger, wirkte farblos und konnte sich kaum in Szene setzen.