Die Umweltkatastrophe in den Rocky Mountains weitet sich dramatisch aus: Ausgerechnet Mitarbeiter der Umweltbehörde EPA hatten bei Reinigungsarbeiten an einer Goldmine im US-Staat Colorado den Ausfluss von 11 Millionen Litern hochgiftigen, senffarbenen Wasser in den “Animas River” herbeigeführt. Seither windet sich das gelbe Gewässer durch die Rockies in Colorado, Utah und Arizona. Der Indianerstamm “Navajo Nation” richtete einen dramatischen Appell an die Behörden: Die Vorräte an sauberem Wasser auch für die Bewässerung organischer Anbauflächen gingen zur Neige, hieß es.

“Wir weinen jeden Tag beim Anblick des Flusses”, sagte der Präsident der Indianergemeinde Russell Begaye: “Wir brauchen dringend reines Wasser”. Die EPA muss sich heftige Kritik gefallen lassen, da sie langsam auf die sich entfaltende Ökokatastrophe reagierte. Die Giftbrühe voller Blei und Arsen hat sich nun am Flussboden als toxischer Schlamm abgesetzt.