Neue schwere Vorwürfe gegen Löwen-Killer Walter Palmer von Zeugen der Jagd auf Cecil. Der Sender ABC deckt in einer TV-Doku über den skandalösen Abschuss des berühmtesten Löwen von Simbabwe durch US-Zahnarzt Walter Palmer (55) schockierende Details über die Hetzjagd auf.

Das Protokoll eines Verbrechens: Palmer kam am 1. Juli in Simbabwe an. Die Jagdsafari beginnt mit einer Panne: Er muss auf sein verlorenes Gepäck warten. Die Pläne werden umgeworfen: Wegen Zeitmangels weicht die Jagdgruppe auf eine Farm nahe des Hwange-Nationalparks aus, wo die Jagd verboten ist, so Brent Stapelkamp, der Cecil per GPS-Gerät für die Oxford-Universität studierte.

Palmer hatte 54.000 Dollar bezahlt, genug Geld, um von seinen Jagdhelfern zu verlangen: „Findet einen Löwen für mich!“ Sie legen mit einem an einem Jeep gebundenen Elefanten-Kadaver eine Spur. Und warten. Zuerst erscheint der Löwe Jericho, doch Palmer hat es offenbar auf den majestätischeren Artgenossen Cecil mit der schwarzen Prachtmähne abgesehen.

Eine Stunde später taucht Cecil auf. Die Raubkatze wird mit einem Scheinwerfer geblendet, Palmer trifft den Löwen mit einem Pfeil. Doch die Jagd wird unterbrochen: Die Verfolgung des verwundeten, doch noch kräftigen Löwen „wäre zu gefährlich gewesen“. so Stapelkamp. Erst nach 40 Stunden wird das ausgeblutete Tier getötet.

Bekannt wurde auch, dass Palmer früher bei einer Bärenjagd in Wisconsin Guides 20.000 Dollar zahlen wollte, um den illegalen Abschuss zu vertuschen.