Den US-Demokraten steht möglicherweise ein Vorwahl-Thriller bevor: Mit Vize Joe Biden (72) könnte die bisherige, einsame Favoritin Hillary Clinton nun ernsthafte Konkurrenz bekommen.

Die Indizien mehren sich, dass Obamas Vize in den Ring steigt beim Kampf ums White House: Zuerst berichtete das “Wall Street Journal”, dass Biden, der gerade den Krebstod seines Sohnes Beau Biden zu verkraften hatte, in Richtung Antreten “tendiert”, so ein Insider. Jetzt schrieb die “Washington Post” über ausgeschickte Einladungen an prominente Spender der Demokraten zu persönlichen Treffen mit Biden in seiner Amtsresidenz im “Naval Observatory”.

Unter den Adressaten sind die potentesten Spenden-Einsammler der früheren Obama-Biden-Wahlkämpfe in 2008 und 2012. Die Demokraten hatten zunächst alle Karten auf „Hillary“ gesetzt, doch ihre Kandidatur versinkt im Skandalsumpf. Nur mehr 37 Prozent der Wähler vertrauen ihr.

Biden könnte als “Retter” angesehen werden, doch die Hürden sind hoch: Er müsste im Rekordtempo die Infrastruktur für seinen Wahlkampf aus dem Boden stampfen (Manager, Büros in Vorwahl-Staaten), sowie von Spendern zig Millionen eintreiben. Und in Umfragen liegt Biden mit 12 zu 49 Prozent noch weit hinter Clinton.

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