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Vor zwei Wochen wurde die Exekutiven nur Stunden vor dem Hinrichtungstermin abgesagt, doch jetzt gab ein Berufungsgericht in Oklahoma neuerlich grünes Licht. Der nächste Termin für die geplante Giftspritze in der Todeskammer: Mittwoch! Der Fall Richard Glossip sorgt als mutmaßlicher Justizskandal seit Jahren für Aufregung – mehrere Promis wie Filmstar Susan Sarandon, die im Film „Dead Man Walking“ die Todesstrafengegnerin Schwester Helen Prejean spielt, hatten gegen den Vollzug der Todesstrafe im Fall Glossip protestiert.

Der Delinquent beteuerte immer wieder seine Unschuld. Seine Verurteilung basierte allein auf der Aussage des Mörders Justin Sneed, der Glossip der Anstiftung zum Mord an dem Motelbesitzer Barry Van Treese im Jahr 1997 beschuldigte. Glossip wurde 1998 zum Tod verurteilt, doch das Urteil wegen Formfehlern aufgehoben. Dann verurteilten ihn Geschworene 2004 neuerlich zum Tod.

Killer Sneed soll einem Mitgefangenen gegenüber gestanden habe, dass Glossip mit dem Mord nichts zu tun habe. Glossips Anwälte plädierten für eine Suspendierung der Exekution wegen der Gefahr der „Tötung eines Unschuldigen“.