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Der US-Vorwahlkampf kommt nun richtig in Schwung: Am Dienstag gaben in dem kleinen Neuenglandstaat New Hampshire Hunderttausende Wähler ihr Stimmen ab im Ringen um die Nominierung der Kandidaten für das Weiße Haus. Zwei Partei-Rebellen galten laut Umfragen als Favoriten: Bei den Republikanern lag der rechte Hetzer Donald Trump in Führung, bei den Demokraten wurde mit einem Sieg des „Sozialisten“ Bernie Sanders über die Partei-Favoritin Hillary Clinton gerechnet.

Die Wahl wurde jedoch überschattet von Schlagzeilen über einen möglichen neuen Bewerber in der Schlammschlacht zur Obama-Nachfolge: New Yorks Ex-Bürgermeister Michael Bloomberg (73) kündigte neuerlich an, dass er eine Kandidatur als Unabhängiger ernsthaft in Erwägung ziehe. Angesichts der vulgären Ausfälle vor allem des „Polit-Clowns“ Trump und der Riege weiterer republikanischer Stümperkandidaten wäre der Wahlkampf eine „einzige Beleidigung“ für die Wähler, ätzte der Tycoon, der den Medienriesen Bloomberg L.P. leitet. Der Milliardär könnte sich in der Wahlschlacht, die bisher von Wutbürgern an beiden Rändern des Polit-Spektrums dominiert wird, als Mann der Mitte präsentieren. Doch hat er mit einen möglichen, späten Einstieg noch Chancen?

Währenddessen droht ein neuer Albtraum für Hillary Clinton: Die ehemalige White-House-Mitarbeiterin Kathleen Willey, die Ex-Präsidenten Bill Clinton in den Neunzigern der Vergewaltigung bezichtigte, startete eine Kampagne gegen die Clintons mit Hilfe von Trumps früherem Mann fürs Grobe, Roger Stone. Stone gilt als Erfinder von Trumps Brachialwahlkampf samt übler Hetze und vulgärem Ton. Das gefährliche Duo will Bill Clintons Sexaffären zum Top-Thema des Wahlkampfs machen und Hillarys Kampagne zum Entgleisen bringen.

Photo by Center for American Progress