Die Rivalen von Donald Trump sind endlich aufgewacht – doch es könnte zu spät sein. Bei der TV-Debatte in Houston (Texas) flogen die Fetzen: Vor allem Florida-Senator Marco Rubio, der Favorit der Partei-Elite, attackierte Rechtsaußen Donald Trump frontal und brachte den gegen Muslime und Mexikaner hetzenden Milliardär aus der Fassung. Rubio und ein weiterer Rivale, Ted Cruz, nahmen Trump in die Zange. Es wurde persönlich: „Ohne dem Geld seines Vaters würde er Armbanduhren in Manhattan verkaufen”, lästerte Rubio. Trump offenbarte eklatante Wissenslücken, oft schimpfte er bloß als Fragen zu beantworten: Rubio sei ein „Scherzbold”, Cruz ein „Lügner“, ätzte Trump.

Doch der Populist liegt nach drei Siegen in Serie auch in den meisten der 12 US-Staaten in Umfragen in Führung, wo in drei Tagen am Mega-Wahltag Super Tuesday gewählt wird: In Massachusetts ist er sogar mit 27,5 Prozent vorne. Cruz führt nur in seinem Heimatstaat Texas. 595 der 1.237 für den Sieg nötigten Delegiertenstimmen werden am Dienstag ermittelt, Trump könnte eine Vorentscheidung gelingen.

Apropos: Die könnte auch Demokraten-Favoritin Hillary Clinton bei den heutigen Vorwahlen in South Carolina mit einem Sieg gegen Rivalen Bernie Sanders schaffen.