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Triumphator Donald Trump (69) hat bei den Republikanern-Vorwahlen seine Gegner mit einem Erdrutschsieg im US-Staat Indiana endgültig zertrümmert. Trump ließ Erzrivalen Ted Cruz mit 53 zu 36 Prozent zurück. Der zuletzt immer verzweifeltere Cruz warf das Handtuch. „Wir haben alles gegeben, doch die Wähler entschieden sich anderes”, sagte er vor buhenden Fans.

Parteichef Reince Priebus bezeichnete Trump bereits als Defakto-Kandidaten der Republikaner. Eine der größten Politsensationen Amerikas ist perfekt: Der zuerst als Polit-Clown verlachte Immobilien-Tycoon und Realty-TV-Star besiegte 16 Kandidaten – wenn auch in einer derben Schlammschacht voller Beschimpfungen, übler Hetze gegen Mexikaner und Muslime und offenem Rassismus wie Sexismus. Trumps braune Pöbeleien schockieren die Welt. Jetzt greift der Rechtsaußen mit limitiertem Vokabular und groben Wissenslücken nach den White House. Seine Rivalin dürfte Polit-Veteranin Hillary Clinton werden.

Trump feierte den Sieg im Trump-Tower in New York flankiert von seiner Ex-Model-Frau Melania. „Was für ein herrlicher Tag“, grinste er. Trump ist der erste Polit-Quereinsteiger als Präsidentschaftskandidat einer Großpartei seit Dwight Eisenhower, so die New York Times. Republikaner ist Trump erst seit 2012. Die Partei-Elite wollte den pöbelnden Krawallkandidaten mit aller Kraft verhindern. Jetzt droht der „Grand Old Party” (GOP) die Zerreißprobe mit Trump als Führer. „Ruhe in Frieden GOP”, ätzte die Daily News. Im Umfrageschnitt liegt Clinton derzeit mit 46,7 zu 40,5 Prozent in Führung. Doch Trump holt auf.

Die Top-Demokratin Hillary Clinton musste in Indiana nach der jüngsten Siegesserie eine Niederlage gegen den linken Erzrivalen Bernie Sanders einstecken. Sanders setzte sich mit 52 zu 47 Prozent durch, dem Sozi-Revoluzzer gelang damit ein Comeback. Aber: Laut Delegiertenzählung ist Clinton der Sieg bei dem Demokraten-Vorwahlen kaum noch zu nehmen.