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Die Trump-Show beim Republikaner-Nominierungsparteitag startete mit Chaos und Skandalen. Rasch wurde in Cleveland offensichtlich, dass das Team von Donald Trump beim Republikaner-Parteitag eine unkonventionelle Regie führt. Vor der „Quicken Loans Arena“ standen Trump-Anhänger mit Sturmgewehren – zum Schutz vor „Terroristen“. Drinnen kurzfristiges Chaos: Parteiinterne Gegner des New Yorker Moguls protestieren lautstark am Parkett.

Trump hatte zunächst Star-Power beim Parteitag versprochen, doch am Rednerpult standen dann eher zweitklassige Seifenoper- und Reality-TV-Stars (Willie Robertson, „Duck Dynasty“, Antonio Sabato, Jr., „General Hospital“).

Zum Höhepunkt sollte die Rede von Trumps slowenischer Ex-Model-Frau werden: Trump selbst erschien wie ein „Wrestling“-Star inmitten von Rauchkanonen, um sie anzukündigen. Melanie pries „Mitgefühl, Arbeitsethos und Führungsqualitäten“ ihres Gatten. Doch Melanias „Redenschreiber” hatten Passagen von der Rede von Michelle Obama in 2008 abgeschrieben. Ein blaues Auge für Trump.

Rechte Politiker griffen davor Trump-Rivalin Hillary Clinton in wüsten Wutreden frontal an, es wurde ihre Verhaftung gefordert. New Yorks 9/11-Bürgermeister Rudy Giuliani verdammte sie als „Lügnerin”, Dienstag sollten die Trump-Kinder Tiffany und Don Jr, den Pannenstart in Cleveland vergessen machen.