Sie ist seit fast einem Vierteljahrhundert die berühmteste Politikerin der Welt – und jetzt schrieb sie wieder Geschichte: Hillary Rodham Clinton (68) wurde am Demokraten-Parteitag zur ersten Frau als Präsidentschaftskandidatin einer US-Großpartei in der 240-Jährigen US-Geschichte gekürt.

“Hillary”, wie alle die Demokratin nennen, ist damit am halben Weg zu ihrem Lebenstraum: Den Einzug ins Oval Office als erste “Mrs. President”.
Der historische Tage in Philadelphia entfaltete sich emotional und turbulent – und das alles bei schwüler Bruthitze: Zuerst mussten Hillary und die Demokraten-Führung die “Bernie-Revolution” niederschlagen. Der Konvent war belagert von zornigen Anhängern von Clintons Ex-Rivalen Bernie Sanders. Der Aufstand überschattete die “Hilary Show”.

Doch Sanders selbst, zu Tränen gerührt, setzte ein Zeichen der Versöhnung: Er kürzte die Delegierten-Zählung ab und machte die Ex-First-Lady per Akklamation zur Nominierten.

Das Echo des frenetischen Jubels von 20.000 Demokraten hallte durch die Arena. Sie skandierten: “Hillary! Hillary!” Einige Bernie-Hardliner protestierten draußen noch, doch drinnen lief längst die Hillary-“Krönungsfeier”.

Sie wurde gelobt und besungen von Stars von Alicia Keys, Meryl Streep bis Lena Dunham (“Girls”). Gatte Bill Clinton hielt eine rührende Hommage an die “wirkliche Hilary”. Am Ende bedankte sich die Top-Demokratin per Video-Konferenzschaltung.

Nach Hillarys Krönung beginnen nun die Attacken gegen Rechts-Rivalen Donald Trump: Mittwoch standen Präsident Barack Obama, Vize Joe Biden und Hillarys „Running Mate“ Tim Kaine auf der Rednerliste.