Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton (68) kuriert ihre Lungenentzündung aus – und lässt sich von Gatten Bill im Wahlkampf vertreten. Der Ex-Präsident übernahm Termine mit Millionären in Kalifornien zum Spendensammeln. Die „Fundraiser“ waren in den Villen von Komiker Seth MacFarlane und Milliardär Barry Diller geplant. „Big Bill“ übernahm auch bei der Verteidigung seiner Frau am Krankenbett das Kommando – wenn auch mit Patzern: Wenn sie „wie ein´Teufel“ arbeite, hätte sie Schwächeanfälle wie jetzt bei der 9/11-Trauerfeier schon „öfters erlitten“, sagte er. Das klang nicht gerade nach einer kerngesunden Kandidatin.

Auch Hillary meldete sich auf CNN zu Wort Sie hätte nach der ersten Diagnose geglaubt, es sei „keine große Sache“ und sie könne in vollem Tempo weitermachen. Sie bestritt eine Geheimniskrämerei in Sachen „Krankenakte Hillary“. Ihre Kampagne schlitterte jedoch in die schwerste Krise: Als „Illary“, verunglimpfte sie die New York Post („Ill“ steht für krank).

Rechtsrivale Donald Trump nützt ihre Pause zur Großoffensive. Er hat Blut geleckt: Im Umfragenschnitt liegt er nur mehr 2,4 Prozent zurück.

Nach dem Schock-Video des Kollapses von Hillary herrscht Panik bei den Demokraten. Im Fall einer Aufgabe aus Krankheitsgründen könnte Vize Tim Kaine zum Top-Kandidaten werden. Ex-Parteivorsitzender Dan Fowler verlangt die Ausarbeitung eines Notfallplans. Parteiinterne Clinton-Gegner bringen sogar Bernie Sanders oder Joe Biden in Stellung. Es droht das Chaos.