Kein Tag ohne Eklat von Donald Trump: Der Skandalkandidat sollte gemeinsam mit Rivalin Hillary Clinton mit einer satirische Rede beim katholischen „Al Smith“-Benefizdinner in New York Humor zeigen – doch Trump pinkelte wieder nur Clinton an. Seine Rede „bombte“, so das Portal Huffington Post, durch den Saal hallten „Buh“-Rufe.

Es ist Trump anzusehen: Nach den Grapsch-Skandalen und drei Niederlagen in den TV-Duellen wirkt der Mogul wie ein geschlagener Mann. Sein Wahlkampfteam fliegt inmitten von Frust und Intrigen auseinander: Top-Berater Jim Murphy warf schon das Handtuch.

Am Pranger steht Trump weiterhin nach seiner Ankündigung, dass er einen Hillary-Sieg nicht anerkennen wolle. Er legte nach: Er werde das Wahlresultat hinnehmen – „wenn ich gewinne“, donnerte er. Verhindern kann er Hillary jedoch damit nicht: Trump würde zwar eine lange Tradition brechen, bei der Verlierer stets gratulierten, doch entscheidend sind die zertifizierten Wahlresultate.

Inmitten neuer Vorwürfe, wonach er 1998 einer Frau an die Brüste gefasst haben soll, liegt er in Umfragen mit 42,2 zu 48,5 Prozent hoffnungslos zurück. „Es kommt der Moment, wo man sich entscheiden muss, wie man verliert“, sagte Ex-McCain-Beraterin Nicole Wallace auf NBC: „Trump entschied, in einem Feuerball zu verglühen“.

Kommt nach der Wahlniederlage dann TNC, der „Trump News Channel?“ Während der TV-Debatte am Mittwoch startete Trumps Wahlkampfteam eine Facebook-Live-Schaltung, die mit zwei Moderatoren eher an die Übertragung eines TV-Senders erinnerte. Trump selbst bewarb die Sendung: „Wenn ihr die Nase voll habt von dem krummen Hillary-Medien, dann schaut bei Facebook vorbei“, twitterte er. Danach erklärte er den Live-Feed zum Riesenerfolg, Trumps Schwiegersohn soll sich schon mit potenziellen Investoren für den möglichen Trump-Kanal getroffen haben.