Rechtsaußen Donald Trump (69) überholte laut ABC/Washington Post-Umfrage mit 46 zu 45 Prozent erstmals die Demokratin Hillary Clinton (69). Im Schnitt der wichtigsten Umfragen schmolz Clintons einst überlegender Vorsprung von sieben auf 2,5 Prozent zusammen. Dennoch könnte sie es schaffen: Ihr Vorsprung war so groß, dass sie über die Ziellinie humpeln könnte.

FBI-Direktor James Comey hat der Demokratin ausgerechnet beim Sprint zur Ziellinie ein Bein gestellt. Er verkündete, dass FBI-Agenten am Laptop des Ex-Mannes von Clinton-Beraterin Huma Abedin, „Sexting“-Skandal-Politiker Anthony Weiner, beim früheren Clinton-Email-Skandal möglicherweise relevante Emails fanden. Comeys Bombenenthüllung erschütterte als klassische „Oktober-Überraschung“ das Wahlkampf-Finale. Der Skandal dominiert die US-Medien. Jeder Schritt der Ermittler dröhnt als „Breaking News“. Gerade durchsuchen FBI-Agenten mit spezieller Software 650.000 Emails nach möglichen „Top Secret“-Infos. US-Politologen sind sich einig: Der neue Skandal „Weiner-Gate” kann Clintons Traum vom Oval Office zunichte machen.

Doch Hillary kämpft, Camp Clinton und die Demokraten starteten ein massive Gegenoffensive: Ins Kreuzfeuer der Kritik geriet Comey, da er mit seiner „übereifrigen“ Bekanntgabe der Untersuchungen die Wahl beeinflusst hätte. Und, so Hillary kategorisch „Es gibt hier keinen neuen Fall!“
Auch auf Trump wird aus vollen Rohren gefeuert: Das FBI hätte auch gegen seinen Ex-Wahlkampf-Manager Paul Manafort wegen Kreml-Verbindungen Voruntersuchungen eingeleitet, Trump selbst betreibe einen privaten Email-Server — zur geheimen Kommunikation mit Kreml-Herrscher Putin.

Im Finale des Ekelwahlkampfs 2016 fliegen zwischen Clinton und Trump nur mehr die Fetzen.