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Hillary Clinton (69), einst First Lady, Senatorin und Außenministerin, greift nach dem Weißen Haus. Sie könnte als erste Frau ins Oval Office einziehen, ein Meilenstein für die Welt: Erstmals würde eine Frau die Supermacht regieren.

Umfragen deuten auf einen Hillary-Sieg hin: Im Schnitt nationaler Erhebungen führt sie 44,6 zu 42,4 vor Republikaner-Wüterich Donald Trump (70), Bei NBC ist ihr Vorsprung sogar sechs Prozent. Auch in den „Schlachtfeld-Staaten“ – in denen die Jagd nach den nötigen 270 Wahlmännerstimmen entschieden wird – ist Hillary bestens positioniert.

Vor allem: Latino, die Trump als Vergewaltiger und Verbrecher beleidigte, strömten in Massen beim Frühwählen zu den Urnen – sie könnten der Demokratin zu Siegen in den wichtigen „Swing States“ Florida und Nevada verhelfen. Die Rache an Trump wäre so perfekt.

Ein Turbo-Schub für Clinton kam vom FBI-Direktor: James Comey verkündete die Einstellung der Ermittlungen wegen 650.000 E-Mails, die am Laptop von „Sexting“-Skandalpolitiker Anthony Weiner, dem Ex-Mann der Hillary-Vertrauten Huma Abedin, entdeckt wurden. Comeys ursprüngliche „Bombenenthüllung“ neuer E-Mail-Untersuchungen Ende Oktober hatte den Wahlkampf erschüttert – und Trump die Chance zum Comeback nach seinen Grapsch-Skandalen gegeben.

In den letzten Stunden gaben beide Kandidaten nochmals alles: Trump trat nach einem Marathon-Sonntag, der um 3:30 Uhr (Montag) endete, am Montag bei fünf weiteren Events auf. Doch seine Hetz-Tiraden gegen die „krumme Hillary“ wirken immer verzweifelter. Clinton blies zum großen Wahlkampf-Finale vor Zehntausenden in Philadelphia mit Sängerlegende Bruce Springsteen und dem Präsidenten-Paar Michelle und Barack Obama.

Trump sei recht labil – mit der Niederlage vor Augen, so die New York Times: Er schlafe kaum, lasse sich von Beratern gut zureden. Sein Team hätte ihm sogar das Twittern verboten – damit er seinen Frust nicht ausposaunt.