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Sie beflegelten sich gegenseitig als „Irrer“ und „Ausländer“, jetzt trafen sich die erbitterten Rivalen im Weißen Haus: US-Präsident Barack Obama (54) gab Nachfolger Donald Trump (70) eine Tour durchs berühmteste Büro der Welt, dem Oval Office. Trump hatte bei den Wahlen am Dienstag bei der größten Polit-Sensation aller Zeiten die Demokratin Hillary Clinton (69) besiegt.

Eine oberflächlich höfliche, doch angespannt Stimmung wurde bei dem Treffen von „President-elect” Trump und dem Amtsinhaber erwartet. Sie können sich nicht riechen:

# Trump begann seine Polit-Karriere als eifrigster Verfechter der rassistischen „Birther“-Verschwörungstheorie, wonach Obama gar nicht in den USA geboren sei. Im Wahlkampf beschimpfte Trump Obama als „unfähig“ und „vertrottelt“.

# Obama blieb dem Mogul nichts schuldig: Er bezweifelte, dass der Rechtsaußen wirklich dicht sei und warnte: „Jemand, der um 3 Uhr aufsteht und Los-Twittert kann nicht mit den Nuklear-Codes getraut werden“.

Nach Trumps Sensationssieg kamen jedoch pragmatischere Töne: Obama würde Trump viel Erfolg wünschen bei der Herkules-Aufgabe, die zerrissene Nation wieder zusammenzuführen, so eine erste Reaktion nach der Wahl. Im Oval Office berichtete Obama dann mit Trump an der Seite von einem „exzellenten Treffen“. Das alles gehört zum Protokoll.

Gleichzeitig machen Trump und die euphorischen Republikaner kein Hehl draus, dass sie alle Errungenschaft der Obama-Ära (Gesundheitsreform, Klima-Deals etc.) rückgängig machen wollen.
Eine Führung erhält auch die neue First Lady, Ex-Model Melania Trump; Michelle Obama geleitete sie durch die Privatgemächer des Ostflügels.

Apropos: Michelle will ihren berühmten Gemüsegarten unter “Denkmalschutz” stellen lassen, damit ihn die Trumps nicht Plattwalzen.