Der neue US-Präsident macht mit seiner Posten-Liste deutlich, dass den USA ein massiver Rechtsruck bevorsteht. Trump vertraut auf die strammsten Konservativen, umstrittene Figuren der extrem rechten „Tea Party“-Szene. Lobbyisten und Wall-Street-Banker, gegen die er im Wahlkampf wetterte. 41 Namen hat sein Stab auf eine Liste für Top-Posten gesetzt, fast alle sind weiße Männer.

Stabschef, die wichtigste Position im Weißen Haus, könnte der ultrarechte Ex-Chef von Breitbart News, Steve Bannon, werden, dem offener Rassismus und Prügel-Attacken gegen seine Frau vorgeworfen wurden. Auch Ex-Wahlkampf-Manager Corey Lewandowski sei im Gespräch: Der wurde gefeuert, da er eine Reporterin angriff.

Doch die krasseste Idee: Extrem-Hardliner John Bolton, der unter Bush als UN-Botschafter für Wirbel sorgte, könnte Amerikas Chefdiplomat werden. Für den Posten wird auch der Dogmatiker Newt Gingrich gehandelt.

Erwartet wird auch, dass Trump vor allem auf den Rat seines Familien-Clans hören wird: Im Wahlkampf standen ihm vor allem Tochter Ivanka Trump und Gatte Jared Kushner bei, Offizielle Posten dürfen sie nicht bekleiden: Nepotismus ist verboten.