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Dramatische Eskalation bei den Massenprotesten in den USA gegen Donald Trump. Die Wutwelle gegen „President-elect“ Trump ebbt nicht ab. 25.000 Menschen zogen in New York vor den „Trump Tower“, gebrüllt wurde der Slogan der Protestbewegung (meist Jugendliche, Schwarzen und Latino): „Nicht mein Präsident“, hallte durch die Hochhausschluchten.

Auf einem Schild stand als Seitenhieb auf die russische Hacker, die Demokraten-Emails stahlen: „Putin hat gewonnen!”

Bejubelt wurde der linke Filmemacher Michael Moore, der zum heimlichen Anführer der Widerstandsbewegung aufsteigt. Moore versuchte in gewohnt aktivistischer Manier, einen Termin mit Trump zu erzwingen. Er hinterließ dann einen Zettel: „Ich bin hier, hätte gerne mit ihnen geredet“.

Unterdessen legten 8000 Demonstranten Downtown Los Angeles lahm. Es kam zu Rangeleien mit der Polizei. Zu Teils gewalttätige Demos gab es auch in Baltimore, Kansas City, Milwaukee und Miami. Aktivsten zündeten Trump-Puppen an und warfen Molotow-Cocktails.

Tief sitzt jedoch der Schock nach einer Schießerei in Portland (Oregon). Es grassiert die Angst vor bürgerkriegsähnlicher Gewalt. Steffon Marquise Corothers und Shamar Xavier Hunter (beide 18) wurden verhaftet, nachdem einer während einer Konfrontation mit Demonstranten das Feuer eröffnete. Ein Protestteilnehmer erlitt mehrere Schussverletzungen. Die Polizei untersucht, ob die beiden Trump-Anhänger waren und politische Motive eine Rolle spielten.

In Portland gab es auch krawallartige Zusammenstöße mit Polizeikräften in voller „Riot“-Montur. In Indianapolis setzten die Cops Tränengas und Pfefferspray ein, als Protestler „Kill the Police” skandierten.

Die Organisatoren planen weiter Kundgebungen. Der Höhepunkt der Protestwelle wird bei Trumps Angelobung am 20. Jänner erwartet.