In Athen, dem Geburtsplatz der Demokratie 507 v. Chr.), hielt Barack Obama (55) eine letzte zündende Rede. Der Tenor: Er pries den Wert der Demokratie als Geschenk an die Humanität, mit der Menschen von Dienern zu Bürgern wurden. Sein Nachfolger, Rechtspopulist Donald Trump (70), blieb nicht unerwähnt: „Der nächste Präsident und ich könnten kaum ungleicher sein“, sagte Obama. Aber: Die amerikanische Demokratie sei „größer als die einzelne Person“.

Vor der Obama-Rede lieferten sich Anarchisten stundenlange Straßenkämpfe mit Polizeikräften: Sie machten die USA für das Darben der Griechen während der Pleite-Krise verantwortlich.

Für Mittwoch war die Weiterreise nach Berlin geplant. Die Visite muss nostalgisch sein für Obama: Dort wurde er 2008 mit einer „Yes we Can“-Traumrede vor 200.000 Menschen zum Polit-Messias. Jetzt stand eher ein „Krisentreffen“ mit Kanzlerin Angela Merkel am Programm – nach dem Trump-Politbeben. Denn der könnte die bestehende Weltordnung auf dem Kopf stellen – etwa mit einer Allianz mit Kreml-Chef Wladimir Putin.

Als letzte Station der Weltreise fliegt Obama dann noch nach Peru.