Print Friendly, PDF & Email

Die Suche nach den Vermissten dauert an. Der Brand brach Samstagmorgen während einer Rave-Party in einem Warehouse-Komplex namens “Ghost Ship” aus, wo zahlreiche populäre Party-Lokalitäten untergebracht sind. Die Behörden gaben bekannt, dass bisher nur 20 Prozent der Brandruine durchsucht werden konnten – und dabei 30 Leichen entdeckt wurden. Zum Ort, an dem das Feuer ausbrach, konnten Feuerwehrleute noch nicht vordringen: Deshalb ist auch eine Bestimmung der Unglücksursache noch nicht möglich. Vielen der Opfer waren die Fluchtwege versperrt, einige starben an Rauchgasvergiftung.

Die Feuerwehrchefin brach fast zusammen, als sie grauenhafte Brandruine beschreibt: Bei der Suche müssten Mitarbeiter den Schutt eimerweise durchsuchen, es sei “herzzerreißend” sagte sie.

Unterdessen wurden die ersten Opfer des Brandhorrors identifiziert. Doch viele der Leichen sind derart verbrannt, dass sie nur mit Hilfe von Zahnabdrücken identifiziert werden können.

Die Brandkatastrophe wird auch zum Skandal: In dem Gebäude-Komplex, der vollgeräumt war mit Holzmobiliar und Antiquitäten, verfügte weder über eine Sprinkler-Anlage noch Rauchmelder.

Der Kommunen-Führer, der die Warehouse-Todesfalle gründete, beklagte sich herzlos darüber, das er in dem Feuer “alles verloren” hätte – ohne die Toten zu erwähnen.