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Linguisten hatten dem designierten US-Präsidenten einmal den Wortschatz eines Zweitklässlers attestiert. Doch der Rechts-Republikaner traut sich trotzdem zu, die bisher wichtigste Ansprache seiner Karriere – jene zur Vereidigung – selbst auf den Punkt bringen zu können.

Am 20. Januar 2017 wird Trump an den Stufen des Kapitols vereidigt, danach wird er sich in seiner ersten Rede als 45. US-Präsident an eine Million Besucher an der Pracht-Allee “The Mail” wenden.

Trump, sonst nicht sonderlich bewandert mit historischen Fakten, traf sich bei der Vorbereitung für den für ihn monumentalen Moment mit Historikern. Bei der Rede wollte er sich an zwei der berühmtesten Präsidenten der modernen US-Geschichte orientieren: John F. Kennedy und natürlich Republikaner-Idol Ronald Reagan. Angesehen hätte sich Trump aber auch den Stil eines weit unrühmlicheren, ehemaligen Amtsinhabers: Richard Nixon, der über den Watergate-Skandal stolperte. Doch Trump erinnert sich wohl an ein prophetisches Schreiben, das er 1987 von Nixon erhielt: Sollte Trump als Präsidentschaftskandidat antreten, werde er siegreich sein, glaubte Nixon damals.

Trump hofft beim Redenschreiben auf schöpferische Inspiration während seines Weihnachtsurlaubes im Luxus-Ressort Mar-a-Lago (Florida): Er hätte dabei große Ansprachen von Reagan, Kennedy und Nixon studiert, berichtete die “Daily Mail”.

Trump wurde über die historische Bedeutung von Inaugurations-Feiern gebrieft von dem berühmten Historiker Douglas Brinkley und Kolumnistin Margaret Carlson.