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Der Riesenwirbel um ein angebliches Russen-Sexdossier über den kommenden US-Präsidenten Donald Trump geht weiter – und die Skandal-Story dreht sich stündlich: Der britische Ex-MI6-Spion Christopher Steele hatte einen wilden 35-Seiten-Report über Sexpartys des Moguls in der Präsidenten-Suite des Moskauer Ritz-Carlton-Hotels (über die es Sextapes im Besitz des Geheimdienstes FSB gäbe) zusammengestellt.

Den Report legten US-Geheimdienste Briefing-Papieren für den designierten Präsidenten bei. Der globale Mediensturm tobt seit der Bombenenthüllung: US-Medien ruderten aber zuletzt zurück, bezeichneten das Dossier weitgehend als Schwindel. Trump attackierte Presse und Geheimdienste, sprach von einer „Hexenjagd“ und „Nazi-Methoden“.

BBC-Korrespondent Paul Wood berichtet jetzt jedoch: Laut Vertretern osteuropäischer Geheimdienste gäbe es Sex-Videos auch von Orgien während Trump-Besuchen in St. Petersburg. Zudem glaubt der BBC-Reporter – anders als US-Medien –, dass auch der Großteil der Enthüllungen des „Steele-Dossiers“ authentisch wäre.

Woods zitiert einen CIA-Insider: Der behauptet, dass es „mehrere Tapes“ gäbe, „Audio und Video“, gefilmt an mehreren Orten. Die Aufnahmen dokumentierten meist Sex.

Die New York Times verfasste inzwischen ein umfassendes Protokoll über die Entstehung des berüchtigten Trump-Dossiers. Steele hatte demnach mit seinen Recherchen bereits im September 2015 begonnen.

Ex-Agent Steele, der jetzt als Privat-Detektiv arbeitet, ist abgetaucht. Er fürchtet um sein Leben. Kein Wunder: Steele hatte früher mit dem Dissidenten Alexander Litwinenko kooperiert – der wurde mit Polonium vergiftet.