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Die Jagd nach dem Informanten des Datenlecks bei den jüngsten CIA-Enthüllungen von Wikileaks läuft auf Hochtouren: Die Aufdecken-Website von Julian Assange hatte bisher als 8761 Dokumente publiziert, in denen Hacker-Techniken der US-Spione dokumentiert sind.

Der Schock sitzt: Menschen rund um die Welt fragen sich, ob sie von der CIA über Smartphones und TV-Geräte ausspioniert werden.

In den USA hingegen rotiert der Geheimdienst: Verhört werden bei der Suche nach dem “Leaker“ – einem möglichen neuen “Snowden” – vor allem Mitarbeiter und “Contractors” des “Centers for Cyber Intelligence” (CCI), untergebracht in einem unscheinbaren Plattenbau in einem Washington-Suburb. Als Quelle wird ein frustrierter Mitarbeiter vermutet. Ein Einbruch ausländischer Geheimdienste wie etwa Russland FSB gilt als unwahrscheinlich.

Doch einige Computer-Experten geben bereits leichte Entwarnung:

  • Beim Großteil der Geheimakten könnte es sich um alte Hüte handeln. In einem Dokument ist sogar von “floppy discs” die Rede, ein Speichermedium, das schon vor Jahrzehnten ausgemustert wurde.
  • Dazu beziehen sich die beschrieben Fähigkeiten der US-Cyberspione meist auf ältere Smartphones und TV-Geräte, die noch grobe Sicherheitslücken aufwiesen.
  • Anders als zuerst berichtet, könne laut in der “New York Times” zitierten Experten die CIA verschlüsselten Inhalte auf iPhones oder Android-Smartphones sowie die Kommunikation über Apps wie Signal, Confide, Telegram and WhatsApp nicht knacken.

Busher scheint es, als würde Wikileaks mehr Kapital aus dem Datenleck schlagen wollen als angemessen. Natürlich: Angeblich soll bisher nur ein Prozent der “geleakten Akten” publiziert worden sein – vielleicht kommt der Hammer ja noch…