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Viele Kritiker erachten die ersten 50 Tage der Trump-Präsidentschaft als lupenreines Desaster: Sie sollen sich nicht täuschen.

Zwar stolpert Trump als dünnhäutiger und meistens heillos überforderter Wüterich von einem Faux Pass zum nächsten – während Skandale wie Kremlgate das Weiße Haus im Würgegriff halten.

Doch bei seinen wichtigsten Wahlversprechen bleibt er auf der Siegerstraße. Der Immobilien-Mogul wurde vor allen gewählt wegen drei Dingen: Jobs, Immigration und ISIS.

Und bei diesen Top-Themen sind die Schlagzeilen keineswegs so trist wie beim Rest der Chaos-Präsidentschaft – ganz im Gegenteil:

  • Freitag wird der erste Jobs-Bericht der Trump-Ära veröffentlicht. Ein Vorbericht übertraf bereits alle Erwartungen: Laut dem “ADP Jobs Report” wären im Februar 298.000 Arbeitsstellen entstanden – ein Plus von 190.000 war erwartet worden. Grund für den Jobs-Boom ist der enorme Wirtschafts-Optimismus, der Amerika erfasst: Der “Dow Jones” liegt fast bei 21.000 Punkten, das Konsumentenvertrauen schnellte auf den höchsten Wert seit zehn Jahren. Klar auch: Obama übergab Trump eine gerade in Schwung geratene Wirtschaft. Der Republikaner heftet sich jetzt schamlos jede positive Zahl an die eigenen Fahnen.
  • Trumps Plan einer Mexiko-Mauer bleibt zwar weiterhin nichts als ein schlechter Scherz, doch Trump bejubelt dafür bereits den plötzlichen Rückgang illegaler Grenzüberquerungen um 40 Prozent. Razzien von ICE-Agenten und das Klima der Angst haben viele potenzielle Immigranten offenbar abgeschreckt.
  • Beim Kampf gegen die Terror-Milizen ISIS könnte Trump – ebenfalls vor allem wegen der Vorarbeit seines Vorgängers – entscheidende Erfolge schon vor Augen haben: Die Millionenstadt Mosul wird gerade von der irakischen Armee befreit, in Syrien könnte die Schlacht um Rakka in wenigen Wochen beginnen. Trump schickte mehr US-Bodentruppen an die ISIS-Fronten: Er will sein Wahlversprechen eines “Ausradierens von ISIS” so rasch wie möglich einlösen.

Gelingt die Erfüllung dieser zentralen Versprechen, bleibt Trumps Teflon intakt. Dass er den Großteil des Erfolges Obamas zu verdanken hat, wird der Republikaner unerwähnt lassen.

Das zur Erinnerung für jene, die  Trumps Präsidentschaft schon permanent entgleist sahen. Trump wurde auch im Wahlkampf schon unterschätzt.