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Nach dem Trumpcare-Debakel (das der Drudge Report mit dem Hindenburg-Desaster bebilderte) geht es tiefer und tiefer in den Umfragen für US-Präsidenten Donald Trump: Im “RealClearPolitics”-Umfragenschnitt sanken die Popularitätswerte des Republikaners mit 42,6 % auf den tiefsten Stand bisher, 51,9 Prozent lehnen seinen Amtsstil ab. 9,3 Prozent mehr US-Wähler sind gegen ihn als ihn unterstützen – der höchste Wert seit dem Einzug ins Oval Office.

Der Präsident ist nach der bitteren Niederlage mit seiner Gesundheitsreform in die bisher schwerste Krise geschlittert – während gleichzeitig der Skandal Kremlgate immer weitere Kreise zieht.

Trotzig wütete er das Wochenende über mit Schuldzuweisungen: Verantwortlich für das Debakel sei die erzkonservative Republikaner-Fraktion des “Freedom Caucus”, twitterte er. Im von Intrigen und Grabenkämpfen geplagten West-Wing des Weißen Hauses wird aber auch “Speaker” Paul Ryan als Sündenbock genannt.

Jedenfalls: Alle sind schuld, nur nicht er selbst.

Wie könnte Trump seine entgleiste Präsidentschaft wieder auf Kurs bringen? Viele Polit-Beobachter meinen: Nachdem sich Trump auf die eigene Partei offenbar nicht verlassen könne, müsste er jetzt den oppositionellen Demokraten die Hand entgegenstrecken für die Kooperation bei Projekten wie Infrastruktur oder der Vereinfachung des Steuersystems.

So könne Trump zu jener “transformativen Figur” werden, die er im Wahlkampf versprach, so ABC-White-House-Korrespondent Jonathan Karl.

Das Problem nur:

  • Es gab bei Wüterich Trump bisher keinerlei Anzeichen für einen versöhnlicheren Kurs.
  • Und die “Dems” haben Blut geleckt: Die Parteibasis will Trump lieber stürzen als mit ihm zusammenarbeiten – auch wenn Top-Senator Chuck Schumer Interesse an einer Kooperation zeigte.