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Die Enthüllungen über Ex-Sicherheitsberater Michael Flynn erschüttern Washington. Das Weiße Haus von Donald Trump ist wegen dem ausufernden Skandal Kremlgate belagert und praktisch paralysiert.

Flynns Anwalt hatte bei Kontakten mit dem FBI und zwei Kongress-Ausschüssen einen Deal vorgeschlagen für eine Aussage seines Klienten – im Gegenzug jedoch wolle Fylnn Immunität vor künftiger Strafverfolgung. Die Enthüllung schlug wie ein Bombe ein. Beobachter sprechen von einem für Trump & Co. gefährlichen Wendepunkt bei den Ermittlungen über Verbindungen und mögliche Absprachen zwischen Trumps ehemaligen Wahlkampfteam und Russland.

Die US-Hauptstadt hat das Skandalfieber gepackt. Brisante Fragen werden allerorten diskutiert: Packt Flynn aus? Rächt er sich an Trump? Steht der Präsident am Abgrund?

Selbst Flynns Wahl seines Anwaltes muss das Weiße Haus nervös machen: Robert Kelner gilt als erbitterter Gegner des Präsidenten, so die Huffington Post. Allein seine erste Stellungnahme schien provokant: “General Flynn hat eine Geschichte zu erzählen”, teilte er mit. Prompt überstürzten sich die Spekulationen noch intensiver.

Trump versucht die Flucht nach vorne: Er beschwerte sich auf Twitter über eine “Hexenjagd” und begrüßte Flynns Bestrebungen für einen Immunitäts-Deal. Selbst Republikanern platzte der Kragen: “Das ist überhaupt keine Hexenjagd”, entgegnete der Abgeordnete Jason Chaffetz dem Präsidenten. Trump solle sich solche Bemerkungen verkneifen, lästerte der Republikaner.

Das “Senate Intelligence Committee” wolle jedenfalls Flynn keine Immunität gewähren, berichtet NBC.

Trump agiert zusehends hilflos: Niemand redet mehr über seine Agenda, die Medien ignorieren seine Tweets, mit denen er früher oft das Thema wechselte und Blendgranaten abschoss.

Keine der früheren Erfolgstaktiken greift: Er hängt in den Seilen.