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US-Präsident Donald Trump beschreibt seine angeblichen Erfolge zum Start seiner Amtszeit in völlig abgehobenen Superlativen – überrascht ist deshalb natürlich niemand.

“Wir haben so viel erreicht – und wir erhalten so viel Lob dafür”, tönte er in einem Interview mit “Fox Business”.

In Wahrheit natürlich: Die meisten Erdenbürger haben die ersten zweieinhalb Monate der Präsidentschaft eher wegen

  • Dauerskandalen,
  • Rücktritten von Regierungsmitgliedern
  • und einer Doppel-Klatsche nach der Verhängung von “Moslem-Banns” in Erinnerung.
  • Dazu ermittelt das FBI in der Affäre “Kremlgate” über Kontakte des Trump-Teams nach Russland.

Trump jedoch sieht nichts als Triumphe:

  • Höchstrichter Neil Gorsuch wurde nominiert, führt er aus,
  • dazu hätte er Kohle-Bergleuten geholfen
  • und Wall-Street-Gesetze gelockert.

Angesichts der Umfragen hat er wenig Grund zum Jubeln: Trotz eines “Bounce” nach dem Cruise-Missile-Schlägen gegen Syrien liegt die Zustimmungsrate bei mageren 42,1 Prozent.

Das Interview sorgte auch wegen anderer Passagen für Aufsehen: Trump etwa freut sich wie ein kleiner Junge über die tödliche Präzision das US-Waffenarsenals. Er erzählte im Interview, wie er Chinas Präsidenten Xi Jinping bei der Nachspeise des Staatsdinners im Ressort Mar-a-Lago über den Abschuss der 59 “Tomahawks” berichtete. Er hätte zu Xi gesagt:

“Wir haben gerade 59 Raketen abgefeuert. Alle haben getroffen, es ist unglaublich, aus hunderten Meilen Distanz, lauter Treffer, es ist erstaunlich. Genial. Es ist so unglaublich. Es ist brilliant. Es ist genial”.

Trump erreicht offiziell am 29. April den 100-Tage-Meilenstein.