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Die Demokraten erfasst erstmals eine Welle der Begeisterung – nach der fast halbjährigen Totaldepression wegen des Einzugs von Donald Trump ins Weiße Haus: Der erste 30 Jahre alte Polit-Neuling Jon Ossoff hat heute bei Nachwahlen im US-Staat Georgia beste Chancen, eine Stichwahl zum möglichen Einzug in den Kongress zu erzwingen.

Es wäre eine Riesen-Klatsche für Trump und die Republikaner – und ein wahrer “Energie-Schub” für die zuletzt leicht demoralisierte Opposition gegen den Rechts-Republikaner.

Gewählt wird der Nachfolger von Tom Price im “House”, der Gesundheitsminister wurde. Der Wahlbezirk ist so berühmt wie konservativ: “Speaker” Newt Gingrich war einst Kongress-Abgeordneter von Georgias “6th District”. Die Republikaner hatten dort seit vier Jahrzehnten die Mehrheit.

Jungpolitiker Ossoff gilt mit seiner extrem liberalen Politik bereits als Demokraten-Sensation (“Time”) und als “Gesicht der Resistance”. Und lässig: Das telegene Polittalent erwähnte Trump im Wahlkampf kaum. Der Dokumentar-Filmemacher führt laut Umfragen ein Feld von 18 Kandidaten an: Er lukrierte 8,3 Millionen Dollar an Spenden.

Ossoffs Sieg könnte die Demokraten aufrichten.

Für die Republikaner aber wäre es das erste böse Omen für ein sich abzeichnendes Waterloo bei den “Midterm”-Wahlen 2018: Es wird erwartet, dass sich künftig noch mehr Kongress-Mitglieder von Trump distanzieren werden, um ihre Haut zu retten.