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Finanzminister Steve Mnuchin und Wirtschaftsberater Gary Cohn präsentierten eine wahrlich extreme Radikalkur für das amerikanische Steuer-Wesen.

Doch der Teufel liegt im Detail. Und da gab es mehr bombastische Superlativen als harte Zahlen. Vor allem: Bei den Beteuerungen, dass der Mega-Tax-Cut die USA nicht in die Pleite führen werde, setzten die zwei Ex-Goldman-Sachs-Manager auf das Prinzip Hoffnung: Die Reform würde das US-Wachstum auf mehr als vier Prozent katapultieren und erwartete Mehreinnahme die Kosten der Steuerreform ausgleichen.

Allerdings: Den Preiszettel hätte man im Weißen Haus noch nicht berechnet.  Und viele Experten halten das für magisches Wunschdenken.

Für Individuen sollen die Steuersätze von sieben auf drei Raten reduziert werden (10 %, 25 % und 35 %). Die Höhe der Abschreibungen wird verdoppelt. Für ein Paar sind die ersten 24.000 Dollar Jahresverdienst steuerfrei.

Am meisten freuen aber können sich “Corporate America”, die Wall Street, Immobilien-Krösuse und Millionäre: Die Steuersätze für Unternehmen werden von 39 auf 15 Prozent drastisch gesenkt. Reduziert wird die Besteuerung von Kapitalerträgen, die “Alternative Minimum Tax” (AMT), mit denen Reiche besteuert werden, gestrichen.

US-Multis, die bisher 2,6 Billionen Dollar an Profiten in Übersee bunkern, können ihre Gewinne mit einer zehnprozentigen Rate repatriieren (derzeit 35 %).

Im Chaos der Pressekonferenz stand eine weitere Frage im Vordergrund: Wie viel würde der Steuerplan Trump selbst bringen? Mnuchin wollte das nicht kommentieren. Trump verweigert die Herausgabe seiner Steuererklärungen.