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Ein neuer Todesstrafen-Skandal erschüttert die USA: Der Delinquenten Kenneth Williams soll in der Todeskammer eines Gefängnisses im Arkansas einen “qualvollen Tod” gestorben sein, klagt sein Anwalt an.

Der 37-Jährige war in der Nacht auf Freitag in einer umstrittenen Hinrichtungswelle in dem US-Saat getötet worden. Doch bei der Giftinjektion ging offenbar nicht alles nach Plan. Laut Zeugen zuckte der Körper des Todeskandidaten bei der Verabreichung des Gift-Cocktails 20 Mal. Er stöhnte, hustete und atmete schwer. Die Tortur dauerte 13 Minuten.

Erst dann war der Todeskampf vorbei. Williams wäre “zu Tode gefoltert worden”, zürnte sein Anwalt Shawn Nolan.

Das Protokoll des Horrors: Drei Minuten nach der Verabreichung des ersten Betäubungsmittels begann der verurteilte Mörder, heftig zu zucken. Er machte so laute Geräusche, dass sie deutlich im Zeugenraum durch die dicke Glasscheibe hörbar waren. Williams bäumte sich auf, nur die Lederfesseln hielten ihn auf der Pritsche. Trotz offenbaren Qualen urteilten die Henker, dass er bewusstlos wäre: Sie verabreichten das nächste Gift, das seinen Körper lähmen sollte.

Doch er atmete weiter schwer und stöhnte.

Arkansas-Gouverneur Asa Hutchinson bezeichnete die Exekution jedoch als “Erfolg”. Die Verrenkungen wären lediglich eine harmlose “Muskelreaktion” auf das Mittel Midazolam gewesen, sagte ein Sprecher.

Arkansas wollte zunächst acht Todeskandidaten in elf Tagen hinrichten – vor dem Erreichen des Ablaufdatums eines der Exekutions-Präparate. Gerichte verhindertem den Vollzug der Todesstrafe bei vier Mördern.