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Es gibt kaum ein Interview, bei dem US-Präsident Donald Trump nicht aufs Neue überrascht: Jetzt verblüffte Trump Anhänger wie Gegner, als er sagte, er wolle den Diktator von Nordkorea, Kim Jong-un, zu einem persönlichen Gespräch treffen.

Mehr noch: Es wäre Trump eine Ehre, mit dem Führer der KP-Diktatur zusammentreffen zu können., sagte er wörtlich. Ungeschickter kann man sich wohl kaum ausdrücken.

Trump schränkte dann nur ein, dass es der richtigen Umstände bedürfe, um ein solches Gipfeltreffen abhalten zu können. Trump hatte die so umstrittenen wie verwunderlichen Aussagen in einem Interview mit dem Finanzdienst “Bloomberg News” gemacht.

Das Weiße Haus bekräftigte, dass sich Trump zu einem Treffen bereiterklären würde, wenn sich dadurch eine Lösung bei dem Streit um Kim Jong-uns Atomwaffen herbeiführen ließe.

Eines steht jedenfalls fest: Trump führt bei der Nordkorea-Politik einen wilden Zickzack-Kurs:

Zuerst drohte er mit dem Krieg und schickte einen Flugzeugträger.

Doch zuletzt gab es freundlichere Töne, fast sogar Komplemente für den Despoten Kim: Man müsse anerkennen, dass er den Staat als nur 27-Jähriger übernahm, sagte Trump. Das sei “gar nicht so leicht”. Dann nannte er Kim ein smartes „Cockie“, einen schlauen Jungen sozusagen..

Donald Trump wollte unberechenbar sein in der Außenpolitik, sagte er. Das jedenfalls scheint ihm zu gelingen.