„Gehöre zur Resistance“: Hillary schießt sich auf Trump ein


Hillary
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Nach einer ersten Phase, in der sie öffentlichen Auftritte scheute, geht Wahlverliererin Hillary Clinton wieder verstärkt  in die Offensive – vor allem auch mit Kritik gegen die Politik von Präsidenten Donald Trump.

Beim Frauenforum “Women for Women International” in New York sprach Hillary in einem Interview am Podium mit CNN-Star-Journalistin Christiane Amanpour Klartext. Sie sagte neuerlich, dass FBI-Chef Comey und die von Kreml-Chef Putin orchestrierte Cyberattacke ihr die Wahl gekostet hätten.

Und sie lieferte ein Kampfansage: „Ich bin jetzt Teil der Widerstandsbewegung!“

Mrs. Clinton verwies zwar auf den großen Fortschritt für Frauen rund um die Welt, seit sie einst als First Lady bei einer Frauenkonferenz in Peking in den Neunzigern Frauenrechte einforderte.

Sie kritisierte dann jedoch die von der Trump-Regierung geplanten Kürzungen im Budget für das „State Department“, durch die auch Fördergelder für Frauen in aller Welt gekürzt werden dürften.

Auch das Thema Nordkorea kam zur Sprache: Hillary forderte ein regionale Lösung unter Miteinbeziehung der Nachbarstaaten. Sie sagte: Ich glaube nicht, dass die Washington alleine Pjöngjang an den Verhandlungstisch bringen könne. Sie lästerte über Trump: Man erreiche nichts, wenn man Drauflos-Twittere und über Deals daherredet. Hillarys unterstützte zwar den Militärschlag von Trump in Syrien,  schränkte aber ein, dass eine durchdachte Strategie nötig sei.

Dann gab es Reminiszenzen: Ihre Wahl als erste Mrs. President wäre “eine Riesensache gewesen”, sagte sie wehmütig. Sie schreibe sich ihren Kummer gerade bei einem Buchprojekt vom Leib, sagte sie.

Amanpour wurde dann direkt: “Waren Sie selbst ein Opfer von latentem Frauenhass?” Hillary bejahte.

Und die Demokratin führte aus,  dass vor allem die Cyberattacken aus Russland eine Rolle bei ihrer Wahlniederlage gespielt hätten: Kreml-Chef Putin hätte die Wahl zugunsten von Trump manipuliert, ließ sie keinen Zweifel.

Hillary wurde auch gefragt, ob sie selbst etwas falsch machte: Sie gab Fehler zu, war aber insgesamt stolz auf ihren Wahlkampf. Sie bekräftigte ihre Meinung, dass die E-Mail-Enthüllungen von FBI-Chef James Comey und russische Cyberattacken ihr letztendlich die Wahl gekostet hätten.

Hillary nahm sich kein Blatt vor den Mund. Sie scheint sich wohl zu fühlen in ihrer neuen Rolle als Trump-Kritikerin.

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