So brutal wird Frauenbuch von Ivanka Trump von Kritikern verrissen


Ivanka
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Sie ist Top-Beraterin von US-Präsidenten Donald Trump und damit eine der wichtigsten Frauen Amerikas: Jetzt sorgt die “Erste Tochter” Ivanka Trump (35) auch noch mit einem Frauenbuch für Aufsehen.

In “Women Who Work” liefert die Präsidententochter einen Guide, wie sich Frauen am Arbeitsplatz energischer durchsetzen und gleichzeitig ihre Mutterrolle liebevoller erfüllen können. Für die wachsende Fan-Gemeinde der Trump-Tochter (3,5 Mio. Instagram-Followers) gilt das Selbsthilfebuch wohl als neue Inspiration, in die Fußstapfen der erfolgreichen Ex-Geschäftsfrau (Mode- und Schmuck-Labels) treten zu wollen.

Kritiker der „New York Times“ aber verrissen dass 200 Seiten dünne Buch als Pamphlet, in der Ivanka ihre “Marke” weiter aufpoliere und Binsenweisheiten verbreite. Die Mutter von drei kleinen Kindern hatte das Werk während des Wahlkampfes diktiert: Gleich in der Einleitung heißt es.  “Ich hatte die Ehre, durch das Land reisen zu dürfen, ich hörte Hoffnungen, Träume, Sorgen und Herausforderungen”.

Dann geht es gleich um das Wichtigste: Ivanka selbst. “Ich bin enorm als Person gewachsen, diese Erfahrung hat mein Leben verändert”, schreibt sie.

Die Schönheit appelliert an Frauen, ihren Weg zu gehen: “Folge deiner Leidenschaft! Stelle sicher, dass du und nicht andere, deinen Erfolg definieren! Sei der Architekt eines Leben, in dem du dein multidimensionales Selbst verwirklichen kannst!”

Sie fordert Leserin auf, hart zu arbeiten. Das Streben nach einer idealen Work-Life-Balance habe für sie nicht die höchste Priorität. Nur so könnten Frauen wirklich alles unter einen Hut bekommen. Gesellschaftlich verlangt sie eine Neukalibrierung der Debatten um Mütter am Arbeitsplatz.

Zu lesen sind meistens Allgemeinplätze ausgewalzt in Buchkapiteln, die sie mit inspirierenden Sätzen anderer Berühmtheiten auffettet.

Ihr eigenes Leben soll Vorbild sein. Vieles brachte die privilegierte Powerfrau bisher unter einen Hut: “Ihre Karriere, ihre Firma, drei Kinder, eine Musterehe und genug Zeit fürs Lauf-Training für den nächsten Halb-Marathons”, ätzte die “Times”.

Immerhin: Ivanka setzte früher als Firmenchefin durch, dass Angestellten acht Wochen Karenz gewährt wird –ein Witz für europäische Verhältnisse, aber länger als bei allen andern US-Firmen. Das Manuskript wurde vor dem Wahltag fertiggestellt – und oft klingt es so, als hätte sie selbst nicht an einen Wahlsieg ihres Vaters geglaubt…

Jetzt aber wird  Ivanka realisiert haben,  dass sie als wichtigste Einflüstererin im Oval Office die Gelegenheit hätte, einen längeren Mutterschutz per Gesetz durchzusetzen. Sie kann zeigen, was sie drauf hat.

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