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Es brauchte nicht lange, bis die ersten Reaktionen in den USA auf den Wahlsieg des Zentristen Emmanuel Macron bei den französischen Präsidentenschaftswahlen eintrafen. In den wichtigsten US-Medien gab es zunächst ein Aufatmen, dass Frankreich sich der rechten Populistin Marine Le Pen so deutlich widersetzt hatte.

Das Weiße Haus sandte zunächst aber eher eine dürre Stellungnahme aus: “Wir gratulieren dem designierten Präsidenten Macron und den Menschen Frankreich zu einer erfolgreichen Präsidentschaftswahl”, teilte Pressesprecher Sean Spicer über eine E-Mail Reportern mit. Und weiter: “Wir freuen uns, mit dem gewählten Präsidenten zusammenarbeiten und die Kooperation mit der französischen Regierung fortsetzen zu können”.

Ingesamt wirkte die knappe Stellungnahme wie eine diplomatische Pflichtübung.

Präsident Donald Trump hat sich zwar im Wahlkampf für keinen der Kandidaten ausgesprochen. Doch klar war auch, dass er die Rechts-Populistin Le Pen als eine der Führungsfiguren jener globalen Bewegung wütender Bürger erachtete, die den „Brexit“ ermöglichte und Trumps Wahlsieg.

In der New York Times wurde aber hingewiesen darauf, dass der ehemalige Investmentbanker Macron ebenfalls als Außenseiter ins Rennen gegangen war – und die Wähler auch in Frankreich dem politischen Establishment eine Anfuhr erteilt hatten.

In den Online-Medien wurde vor allem das Alter des 39-Jährigen hervorkehrt: “Jüngster Präsident jemals”, titelte das Portal “Drudge Report”.

Die Aktienmärkte dürften positiv reagieren: Die Futures zeigen beim „Dow Jones“-Index nach oben.