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Hunderte Arbeiter mussten in der notorischen “Hanford Nuclear Reservation” im US-Staat Washington Schutz suchen, nachdem ein Tunnel nahe einer ehemaligen Anlage zur Gewinnung das ultra-radioaktiven Atombomben-Elements Plutonium einstürzte.

Das Personal wurde evakuiert. Es gab vorerst keine Berichte über Verletzte oder den Austritt von radioaktivem Material.

Roboter sollen das Ausmaß das Schadens eruieren.

In dem Tunnel waren verstrahlte Züge abgestellt, mit denen Atombrennstäbe für AKWs transportiert wurden. Der Tunnel ist mit der Plutonium-Anlage PUREX verbunden. Laut Berichten kam es zu dramatischen Szenen: Alle Arbeiter in der Anlage wurden mit dem Aufruf “Sucht Schutz” gewarnt.

Hanford ist das größte und umstrittenste Atomlager der USA: Der Komplex war Teil des “Manhattan Projektes” zum Bau der ersten Atombombe. Während das Kalten Krieges wurde mit einem Reaktor Plutonium für 60.000 Nuklear-Waffen erzeugt.

200.000 Kubikmeter an hochradioaktiven Material werden in 177 Tanks dort aufbewahrt. Immer wieder kam es zu handfesten Umweltskandalen: Aus den Behältern waren radioaktive Substanzen ins Grundwasser und den nahen Columbia River gelangt.