Comeygate: So wurde neuerlich eine hinterhältige Trump-Taktik enthüllt


Trump
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So ist das, wenn man für die Trump-Regierung arbeitet: Es kann leicht sein, dass man “unter den Bus” geworfen wird, wie die Amis sagen.

Das passierte jetzt dem Vize im Justizministerium, Rod Rosenstein.

Der Reihe nach: Folgende Timeline wurde beim skandalösen Rauswurf von FBI-Chef James Comey durch Donald Trump von den US-Medien skizziert:

  • Am Montag hatte der US-Präsident ein Meeting einberufen, bei dem Justizminister Jeff Sessions, Rosenstein und Top-Berater wie Schwiegersohn Jared Kushner teilnahmen.
  • Trump kommunizierte seinen Entschluss, dass er Comey feuern wolle.
  • Er vermittelte den Top-Juristen, sie sollten Rechtfertigungen suchen und diese formulieren.
  • Rosenstein verfasste daraufhin ein zweieinhalbseitiges Memo, in dem vor allem Comeys Fehltritte bei den Ermittlungen gegen Hillary Clinton (D) angeführt waren.

Im “Breaking News”-Inferno nach der exekutierten Comey-Absetzung am Dienstag aber drehte das Weiße Haus den Spieß um: Trump hätte Comey vor allem wegen dem Rosenstein-Memo gefeuert, verbreiteten jetzt plötzlich Trump-Sprachrohre wie Sean Spicer, Sarah Huckabee Sanders oder Kellyanne Conway.

Vize Mike Pence verstieg sich sogar am Tag drauf zu den abenteuerlichen Bemerkungen, Trump habe hier “echte Courage” gezeigt, als er den Empfehlungen des “Justice Department” gefolgt sei…

Rosenstein soll außer sich sein, laut einem Report der “Washington Post” hätte er sogar mit seinem Rücktritt gedroht. Seither rudern Trumps Propagandisten leicht zurück bei ihrer originären Märchengeschichte, wonach es gar nicht Trump gewesen sei, der Comey rauswerfen wollte…

Aber kann einem Rosenstein wirklich leidtun? Es ist insgesamt eine Frage des Charakters, ob man einen Job in der Trump-Regierung annimmt…

 

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