Drama in Washington: Comey erachtete Trump als „verrückt“


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Der Skandalsturm fegt durch Washington nach dem Polit-GAU wegen Donald Trumps “Coup d´Etat”-artigem Rauswurf von FBI-Chef James Comey: Das Weiße Baus ist belagert, Sprecher verstricken sich in immer mehr Widersprüche – und der Präsident selbst hat seinen öffentlichen Termin-Kalender praktisch leergeräumt.

Er verschanzt sich offenbar im Oval Office.

Laut dem ausgesendeten Termin-Plan stand für Trump offiziell nur der Erhalt des täglichen Geheimdienst-Briefings um 10 Uhr (Ortszeit) am Programm. Danach? Nichts.

In diesen dramatischsten Tagen in Washington seit Nixons Watergate tauchen immer peinlichere Details auf: Die “New York Times” berichtete, dass Comey im März gegenüber Mitarbeitern Trump als “verrückt” bezeichnete. Das Verhalten des Präsidenten wäre “außerhalb jeder Norm” angesiedelt, die man als “normal” bezeichnen könnte, so Comey.

Der damalige FBI-Direktor bezog sich auf Trumps Behauptung, Vorgänger Barack Obama hätte ihn im Trump-Tower abhören lassen.

Auch bei Trump selbst hatte sich der Hass auf den fast zwei Meter großen FBI-Hünen sukzessive gesteigert: Mit dem “stimmt etwas nicht”, klagte er.

Das Weiße Haus musste inzwischen seine ursprüngliche Begründung für die Comey-Absetzung, wonach man Empfehlungen des Justizministeriums gefolgt wäre, revidieren. Jetzt heißt es, Trump wäre seit Monaten unzufrieden gewesen mit Comeys Stil und Leadership – obwohl er ihn im gleichen Zeitraum immer wieder öffentlich gelobt hatte.

Der Thriller um die Comey-Entlassung hat neuerlich die Debatte über die mentale Stabilität des US-Präsidenten ausgelöst, berichtete die „Huffington Post“.

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