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Donald Trump wollte den für ihn lästigen FBI-Chef James Comey mit dem jähen Rauswurf loswerden: Jetzt könnte ihm das Duell das Amt kosten. Zum Verhängnis wird dem Wüterich, dass er krampfhaft die Ermittlungen im „Kremlgate“-Skandal über Absprachen seines Wahlkampfteams mit russischen Wahl-Hackern abwürgen hatte wollen.

Jetzt platzte die Bombe: Das Justizministerium bestellte mit Ex-FBI-Chef Robert Mueller einen Sonderermittler zur Klärung der Russen-Causa. Ein Albtraum für den Präsidenten: Der „Special Counsel” mit umfassenden Befugnissen und Personal hängt fortan wie ein Klotz am Bein.

Auf Twitter beschwerte er sich Donnerstagmorgen über die „größte Hexenjagd in der Amerikanischen Geschichte“. Es hätte während der Obama-Präsidentschaft und des Clinton-Wahlkampfes so viele „illegale Handlungen“ gegeben, so Trump weiter: „Aber nie einen Sonderermittler“.

Er kann jammern was er will: Trump hat sich die Suppe durch den Comey-Rauswurrf selbst eingebrockt. Denn der geschasste FBI-Chef rächte sich mit Enthüllungen über Gesprächsnotizen (Memos), die auf eine Justizbehinderung durch Trump hindeuten. Denn: Der hatte Comey bedrängt, Ermittlungen gegen Ex-Sicherheitsberater Michael Flynn einzustellen.

Wegen der Eskalation, hatte das Justizministerium keine Wahl, als einen Sonderermittler zu bestellen.

Im Kongress tobt nun die Debatte um ein mögliches Amtsenthebungsverfahren. Auch separate „Kremlgate“-Ermittlungen gehen am Kapitol weiter: Comey wurde für „Hearings” vorgeladen – seine Aussage könnte zum einzigartigen Spektakel werden.

Der Russen-Skandal eskaliert dazu:

  • Trumps Teams hätte in der Endphase des Wahlkampfes 2016 18 Mal Kontakte mit russischen Offiziellen, berichtet „Reuters“.
  • Der Kongress-Republikaner Kevin McCarthy hatte gegenüber Parteikollegen gemutmaßt, das Kreml-Chef Wladimir Putin Trump “bezahlen” würde, berichtete die Washington Post.

Und Trump? Er fühlt sich ungerecht behandelt und will „kämpfen“.