Kremlgate: Demokraten fürchten neue Einflussnahme von Trumo & Co


Comey
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Der lange Arme von Donald Trump bei den Kremlgate-Ermittlungen wird neuerlich spürbar: Jetzt zieht sich Vize-Justizminister Rod Rosenstein die Wut der Demokraten zu.

Dabei gab es erst am Mittwoch großes Lob beider Parteien, nachdem der Karriere-Jurist in der Russen-Causa Ex-FBI-Chef Robert Mueller als Sonderermittler einsetzte. Der Schritt wurde als couragiert bewertet.

Jetzt doch gibt es neuerlich Stunk: Viele Demokraten zeigten sich nach einem geheimen Briefing am Kapitol über den aktuellen Stand der Ermittlungen über mögliche Absprachen von Trumps Wahlkampf-Team mit russischen Operateuren bei der Manipulation der US-Wahlen 2016 erbost. Rosenstein wollte nicht einmal die simpelsten Fragen mit einem einfachen “Ja” oder “Nein” beantworten, echauffierte sich die Kongress-Abgeordnete Linda Sánchez (D), wie die Website “The Hill” berichtete.

Es bleiben jetzt Zweifel, ob Trumps Justizministerium tatsächlich auf jegliche Einflussnahme auf Ermittlungen des FBI und fortan von “Special Counsel” Mueller verzichten wird. Bereits wird gemutmaßt, dass Rosenstein als Trumps Handlanger seine Finger im Spiel haben könnte.

Die Nr. 2 des “Justice Department“ unter Jeff Sessions (der sich von den Untersuchungen wegen eigener Russen-Kontakte zurückziehen musste) sorgte auch für Ärger bei der Opposition, als er eine neue Variante im Zusammenhang mit dem Feuern von FBI-Chef Comey durch Trump auftischte.

Ein Überblick:

  • Zuerst hieß es, Trump hätte Comey wegen eines Rosenberg-“Memos” gefeuert.
  • Dann sagte der Präsident: Er hätte  Comey unabhängig von den Empfehlungen rausgeschmissen.
  • Jetzt meinte Rosenberg plötzlich, er hätte schon viel früher die Entlassung des Chefs der Bundespolizei empfohlen – wegen Comeys angeblichen Verfehlungen bei den Hillary-Ermittlungen.

Rosenberg wird jetzt vorgeworfen, neuerlich im Dienste des Weißen Haues die skandalöse Comey-Absetzung “zurechtbiegen“ zu wollen, so die “Huffington Post”.

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