Nach Manchester-Leaks: Trump ordnet Untersuchungen an


Manchester
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Nach dem Anschlag auf das Ariana-Grande-Konzert in Manchester wurden rasch brisante Infos bekannt – und sie kamen alle aus den USA.

Amerikanische Medien beriefen sich auf US-Offizielle, als sie über die Zahl der Toten, die Art das Anschlages (Selbstmord-Bomber) und sogar die Identität des Terroristen berichteten – alles vor offiziellen Stellungnahmen britischer Behörden.

London tobt: Die “Leaks” aus Übersee hätten die Ermittlungen behindert – besonders bei der Jagd nach Komplizen des Manchester-Bombers Salman Abedi.

Jetzt ordnete US-Präsident Donald Trump das Justizministerium an, strafrechtliche Ermittlungen gegen die Medien-Informanten innerhalb der US-Regierung einzuleiten. “Diese mutmaßlichen Leaks, die aus verschiedenen Regierungsstellen zu kommen scheinen, sind zutiefst besorgniserregend”, sagte Trump in einer Stellungnahme.

Der Skandal hatte die Beziehungen zu Großbritannien erschüttert, die Briten stellten wegen der undichten Stellen jenseits des Atlantiks das Teilen von Geheimdienst-Infos ein. Die New York Times, die viele der Details vor der Bekanntgabe durch britische Behörden publizierte, verteidigte sich: Die Berichterstattung wäre angemessen gewesen.

Schon wird befürchtet, dass Trump den Eklat zum Anlass nehmen könnte, gegen Medienorganisationen insgesamt vorzugehen. Denn eine Flut von “Leaks” hatte zuletzt den Kremlgate-Skandal befeuert und seine Präsidentschaft erschüttert.

Hier ist Trumps Stellungnahme:

Statement from President Donald J. Trump

The alleged leaks coming out of government agencies are deeply troubling. These leaks have been going on for a long time and my Administration will get to the bottom of this. The leaks of sensitive information pose a grave threat to our national security.

I am asking the Department of Justice and other relevant agencies to launch a complete review of this matter, and if appropriate, the culprit should be prosecuted to the fullest extent of the law.  

There is no relationship we cherish more than the Special Relationship between the United States and the United Kingdom.

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