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Es wird immer einsamer um dem Präsidenten. Und Donald Trump selbst vereinsamt.

Je näher ihm der Skandal “Kremlgate” kommen, desto mehr verdüstere sich seine Laune, beschreiben Insider fast gespenstische Szenen im Weißen Haus.

Trump ziehe sich “emotional immer weiter zurück”, sagt ein Bekannter, der regelmäßig Kontakt hält, so CNN: “Er nahm an Gewicht zu, er hat niemanden, dem er wirklich trauen könne”. Trump wäre “einsam, wütend und unzufriednen mit allem und jedem”, heißt es.

Dem Ex-Immobilientycoon dämmere, dass er enorme Schwierigkeiten habe, in den Job hineinzuwachsen. Die Dauerskandale würden ihm enorm zusetzen.

Er fühle sich belagert und eingeschränkt. Fortan wird Trump angesichts der Untersuchungen von Sonderermittler Robert Mueller auch alle Handlungen mit seinem persönlichen Advokaten Marc Kasowitz absprechen müssen.

Die Ernüchterung ist gewaltig: Als mächtigster Mann der Welt wollte er Amerika “great” manchen, jetzt jedoch ist sein Weißes Haus paralysiert, zum Ort von Grabenkämpfen und Misstrauen verkommen. Trump soll auch schäumen, dass es zur Berufung eines “Special Counsel” überhaupt hatte kommen können. “So etwas endet nie gut”, ist er überzeugt.

Unterdessen überschlagen sich die Entwicklungen:

  • Als erster Kongress-Angeordneter verlangte der Demokrat Ted Lieu den Rücktritt von Top-Berater Jared Kushner. Der hätte beim Ausfüllen des Formulars für den Zugang zu Geheim-Infos (“Security Clearance”) die Treffen mit dem russischen Botschafter Sergei Kisljak und einem russischen Banker verschwiegen. Das sei ein “Gesetzesbruch”, zürnte der Demokrat.
  • Ins Visier der Ermittler gerät nun auch Trumps ehemaliger Anwalt während des Wahlkampfes, Michael Cohen: Er erhielt Vorladungen der Geheimdienst-Ausschüsse beider Kammern des US-Kongresses. Doch Cohen verweigerte die Vorladung. Der Kongress kann den als notorisch bekannten Trump-Anwalt nun mit einer Gerichtsanordnung zur Aussage zwingen.