Trump holte vor Klima-Hammer Rat bei Ex-Unterwäsche-Model ein


Klima
Print Friendly, PDF & Email

Die Meinung hunderter Wissenschaftler ist eine Sache, jene eines ehemaligen Unterwäsche-Models eine andere: Bekannt wurde, dass US-Präsident Donald Trump am Tag der Kündigung des Pariser Klima-Deals mit der Fox-News-Moderatorin Kimberly Guilfoyle am Telefon plauderte.

Die Juristin hatte früher für „Victoria´s Secret“ als Reizwäsche-Model fungiert. Er hätte mit ihr über den Klima-Deal geredet, sagte die attraktive Moderatorin. Der Planet Erde konnte bei diesem Telefonat jedoch nicht auf ein Wunder in letzter Sekunde hoffen: Guilfoyle beglückwünschte Trump zu seiner “couragierten Entscheidung”, sagte sie.

Die Welle an Protesten nach Trumps Klima-Kill geht mit voller Wucht weiter. Das New Yorker “World Trade Center“ leuchtete grün aus Solidarität mit dem Paris Klimadeal. Vor dem Weißen Haus und dem Trump-Tower in Manhattan demonstrierten Menschen.

Trump telefonierte nach dem Klima-Hammer mit Weltführeren wie Angela Merkel, Emanuel Macron, Justin Trudeau und Theresa May, um seine Entscheidung persönlich zu erklären. Laut einer Aussendung über den Inhalt der Gespräche versicherte Trump, dass Amerika unter seiner Führung zum “saubersten und umweltfreundlichsten Land der Welt” werden würde…

Der Riss in dem Klima-Drama ging quer durch Trumps Team: Tochter Ivanka Trump und Schwiegersohn Jared Kushner blieben der Rosengarten-Rede fern, sie beide hatten für einen Verbleib im Pariser Abkommen argumentiert. Auch Klimadeal-Befürworter Rex Tillerson fehlte. Der wurde wiederum attackiert von Handelsminister Wilbur Ross, der Trumps Entscheidung unterstützte.

Trump hatte bei der Rede populistisch gedonnert: “Ich vertrete die Bürger von Pittsburgh – und nicht Paris”. Dumm nur: Trump hat in der Pennsylvania-Metropole verloren, 80 Prozent der Wähler stimmten für die Demokratin Hillary Clinton. Der Bürgermeister von Pittsburgh ging auf den Präsidenten los: “Die Zukunft liegt in erneuerbaren Energieträgern”, sagte Bill Peduto.

Heftige Proteste gegen Trumps “Amerika First”-Nationalismus kamen auch von US-Unternehmen: Tech-Titan Elon Musk kündigte einen Rücktritt von seiner Beratertätigkeit für das Weiße Haus an. “Klimaerwärmung ist reell, Paris zu verlassen, ist schlecht für Amerika und die Welt”, twittert er. Kurze Zeit später gab auch Disney-Chef Bob Iger seinen Rückzug bekannt.

Previous Rebellion von US-Metropolen gegen Trumps Klima-Kill!
Next Trumps Klima-Exit verdammt: "Dümmste Entscheidung seit dem Irakkrieg"