Uber in der Krise: Gründer Travis Kalanick in den Zwangsurlaub geschickt


Kalanick
Print Friendly, PDF & Email

Uber-Gründer Travis Kalanick, einer der aggressivsten Firmenbosse im Silicon Valley, tritt zur Seite – für unbestimmte Zeit. Die Verkündigung des Zwangsurlaubes kam nach hektischen Sitzungen des Aufsichtsrates am Wochenende über die Zukunft von Kalanick in der Führungsetage.

Die fast “putschmäßige” Absetzung soll den Fahrdienstvermittler aus der schwersten Krise des Unternehmens in seiner achtjährigen Existenz führen. Durch Serienskandale stand der teuerste Start-Up der Welt zuletzt am Rande des Abgrundes: Vor allem Vorwürfe der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz sorgten für Horror-Headlines, nachdem Ex-Mitarbeiterin Susan Fowler ihre Albtraum-Story in den Uber-Büros in einem aufwühlenden Essay dokumentierte.

Während der Krise kam es auch zu einem Exodus an Top-Managern, das Unternehmen schlingert fast führungslos.

Ex-Justizminister Eric Holder war angeheuert worden, um die Macho-Firmenkultur zu durchleuchten: Ein Reform-Papier wurde ausgearbeitet. Travis wandte sich in einer E-Mail an die Mitarbeiter: Man arbeite gerade an Uber 2.0, deshalb sei auch seine Transformation zu Travis 2.0 nötig, so der Gründer.

Previous "Verdict Day"? Urteil beim Prozess gegen TV-Legende Bill Cosby erwartet
Next Jeff Sessions bei Hearing unter Druck: "Widerwärtige Lügen..."