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Berührende Trauerfeier für den US-Studenten Otto Warmbier (†22), der vom nordkoreanischen KP-Regime unter Diktator Kim Jong-un als Koma-Patient in der Vorwoche nach Hause geschickt wurde – und sechs Tage später verstarb.

2500 Menschen nahmen Teil bei der Zeremonie in Ottos ehemaliger “High School” in Wyoming (bei Cincinnati), um mit den Eltern Cindy und Fred Warmbier, sowie seinen beiden jüngeren Geschwistern an das viel zu kurze Leben des “brillanten, charismatischen und abenteuerlustigen jungen Mannes” , so sein Vater, zu erinnern.

Im Auditorium blieb kein Auge trocken bei den Trauerreden.

Die Familie hatte auch alle Habseligkeiten von Otto, die er nach der Rückkehr aus Nordkorea zurückerhalten hatte, in dem Schulgebäude ausgestellt, darunter seine Kleidung, seine Turnschuhe, sein Reisegepäck, der Pass, sonstige Gegenstände – und eine beigefarbene Jacketjacke (die er bei seinem „Geständnis“ trug und sein Vater dann bei einer Pressekonferenz).

Warmbier war im Jänner des Vorjahres bei einer Tour nach Pjöngjang verhaftet worden. Kurz nach der Verurteilung zu 15 Jahren Arbeitslager fiel er unter mysteriösen Umständen ins Koma. Erst in der Vorwoche stimmte Nordkorea einer Ausreise zu.

Warmbier fand nach der Trauerzeremonie am Friedhof “Oak Hill Cemetery” seine letzte Ruhe. Beim Transport in einen Leichenwagen säumten tausende Menschen den Straßenrand einlang der mehrere Kilometer langen Route. Es waren bewegende, aber auch patriotische Szenen.