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Aufregung neuerlich um eine Kriegsdrohung von Donald Trump gegen Syrien: Der US-Präsidenten ließ zu später Stunde Montagabend eine Stellungnahme aussenden, wonach die Armee des syrischen Diktators Bashar al-Assad angeblich Vorbereitungen für eine neue Giftgas-Attacke treffen würde.

In dem Statement heißt es wörtlich: “Die Vereinigten Staaten haben potenzielle Vorbereitungen für eine weitere Chemiewaffen-Attacke durch das Assad-Regime beobachtet, die zu einem Massenmord an Zivilisten, inklusive unschuldigen Kindern, führen würde”.

“Sollte Mr. Assad“, so die Stellungnahme wörtlich, “einen weiteren Massenmord verüben, dann wird er und sein Militär einen hohen Preis dafür bezahlen”. Ausgeführt wurde weiters, dass die angeblich beobachteten Präparationen ähnlich seien wie vor der Attacke mit dem Giftgas Sarin am 4. April, bei der 80 Menschen qualvoll starben, darunter viele Kinder.

Trump befahl damals einen Militärschlag mit 52 Tomahawk-Marschflugkörpern gegen jenen Militärflughafen, von dem die Jets bei der Giftgas-Attacke starteten.

Seltsam nur beim neuen Säbelrasseln von Donald Trump: Die Warnung an Syrien kam von seinem Pressesprecher Sean Spicer. Das Pentagon war nicht eingebunden. Laut einem Report der “New York Times” wären auch die US-Geheimdienste überrascht gewesen über die spätabendliche Kriegsdrohung.

Bereits wird in den USA diskutiert, ob es sich um ein Ablenkungsmanöver des wegen der vielen Skandale belagerten und unpopulären Präsidenten handeln könnte. Immerhin war der Vergeltungsschlag gegen Assad eine der wenigen Handlungen von Trump bisher, die mehrheitlich positiv bewertet wurden.