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Schwerer Rückschlag für Präsidenten Donald Trump und die Republikaner: Wegen einer innerparteilichen Revolte musste Senats-Führer Mitch McConnell (R ) die für diese Woche geplante Abstimmung über die Senats-Version der Republikaner-Gesundheitsreform (Trumpcare) verschieben – ein neuer Anlauf soll nach der Kongresspause über das “Fourth of July”-Wochenende unternommen werden.

Das Repräsentantenhaus hatte seine Version im April knapp beschlossen, jetzt wäre der Senat am Zug gewesen.

Doch die Republikaner sind zerrissen:

  • Für Konservative wie Ted Cruz ähnelt die Reform zu sehr “Obamacare”,
  • Moderate jedoch erachteten die Vorlage als zu unmenschlich.

Laut dem Kongressbudgetbüro CBO würden 22 Millionen Menschen ihre Versicherung verlieren bis 2026, besonders betroffen wären Alte und Arme. Gleichzeitig sind Steuergeschenke für die reichsten Amerikaner Teil des Reformpakets.

Seit sieben Jahren fordern die Republikaner das Ende von “Obamacare”, doch jetzt – mit der Macht in beiden Kammern und einem Parteigänger im Oval Office – straucheln sie.

Beobachter wollen “Trumpcare” aber nicht nicht endgültig für tot erklären: Auch das “House” stolperte im ersten Anlauf, doch Speaker Paul Ryan brachte eine modifizierte Version sechs Wochen später durch.

Im Senat jedoch sind die Hürden höher: Zu extrem scheint der Spagat zwischen erzkonservativen und moderateren Senatoren, einen Kompromiss ui finden.