Warum die berühmteste Subway der Welt vor dem totalen Kollaps steht


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Nach dem neuerlichen schweren Unfall am Dienstag in der New Yorker Subway, als eine Garnitur der A-Expresslinie in Harlem entgleiste (34 Verletzte), spielten sich Szenen ab wilder als im chaotischsten Drittweltland: An der Unglücksstelle brannte Abfall, Menschen taumelten in völliger Finsternis auf den Schienen durch rauchverhangene Tunnel.

Die Unfälle häufen sich auf dem insgesamt 1070 Kilometer langen Streckennetz mit 425 Stationen, dem 1904 eröffneten Verkehrsrückgrat der Weltmetropole. Sechs Millionen Menschen zwängen sich täglich in die veralteten Züge, endlose Verspätungen machen das Pendeln zur Qual, immer wieder stecken Fahrgäste oft stundenlang in liegengeblieben Garnituren fest.

Selbst kleinere Regengüsse können Überflutungen auslösen, die Signal-Technik stammt aus den Dreißigern.

Mit ständigen Budgetkürzungen wurde das Verkehrssystem kaputtgespart. Zuständig für die Subway ist der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, der angesichts des immer gefährlicheren Chaos komplett versagt. Cuomo fand es nach dem Crash diese Woche nicht einmal der Mühe wert, die Unfallstelle zu besuchen.

Die New Yorker Subway hat heute die höchste Zahl von Passagieren seit den Vierzigern,  analysiert die New York Times: Und die zwängen sich in ein Verkehrssystem, „das während der letzten Jahrzehnte praktisch unverändert blieb“.

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