Print Friendly, PDF & Email

Präsident Donald Trump schlittert in die ärgste Krise seit den Comey-Hearings: Es geht um ein brisantes Geheimtreffen im Juni 2016 zwischen seinem Sohn Don Jr., Schwiegersohn Jared Kushner und dem damaligen Wahlkampfchef Paul Manafort mit der windigen Russen-Anwältin Natalia Veselnitskaya.

Die hat nun in einem Interview mit dem Sender NBC ihr Schweigen gebrochen. Die Ex-Lobbyistin beteuerte, sie hätte persönlich keine negativen Infos über Hillary gehabt und hätte auch nicht im Auftrag des Kreml gearbeitet.  Aber sie bestätigte auch, wie gierig Trump Jr. nach dem Hillary-Dreck gewesen sei. Er war regelrecht versessen, sagte sie. Als sie nichts konkretes anzubieten hatte, stand er auf und´verließ den Raum.

Zuerst hatte es bei der explosiven Saga geheißen, die Anwältin hätte Don Jr. und Co. schädliche Informationen über die Trump-Gegnerin Hillary Clinton angeboten. New York Times berichtete weiters, dass Donald Jr. vor dem Treffen mit Veselnitskaya per E-Mail auch informiert worden wäre, dass der versprochene „Schmutz“ über Hillary aus dem Fundus einer vom Kreml gesteuerten Kampagne als Wahlhilfe für seinen Vater stamme.

Die explosiven E-Mails kamen von einer weiteren umtriebigen Figur, dem Briten Rob Goldstone, einem Musikproduzenten und Vertreter des russischen Popstars Emin Agalarov. Der hatte Trump 2013 bei der Austragung der „Miss Universe”-Wahl in Moskau geholfen hatte.

Goldstone hatte das Treffen mit Veselnitskaya im New Yorker Trump Tower eingefädelt. Er ist eine der Schlüsselfiguren des eskalierenden Skandals.

Bei den Enthüllungen könnte es sich um die ersten handfesten Beweis handeln, wonach Team Trump tatsächlich mit Moskau bei der Schlacht gegen Hillary eng kooperierte. Es wäre eventuell die seit langem in den Kremlgate-Affären gesuchte „Smoking Gun“.

Donald Trumps Sohn ist unter Druck. Er heuerte einen Anwalt an und könnte schon bald vor dem Kongress aussagen müssen.

Und die brisanteste Frage natürlich: Was wusste Donald Trump von alldem?