Keine große Überraschung, aber es sieht so aus, als könnte Donald Trump Jr. in Sachen Geheimtreffen mit der Russenanwältin Natalia Veselnitskaya neuerlich der Lüge überführt worden sein.

NBC hatte zuerst enthüllt, dass bei dem Meeting am 9. Juni 2016 auch der ehemalige Sowjet-Spion Rinat Akhmetshin teilgenommen hatte.

Prompt packte der in einem Interview mit der “Associated Press” aus:

  • Veselnitskaya hätte Don Jr., seinem Schwager Jared Kushner und dem damaligen Kampagnen-Manager Paul Manafort detaillierte Dokumente über angeblich illegale Geldflüsse an die Demokratenpartei präsentiert.
  • Die Anwältin hätte vorgeschlagen, Team Trump sollte diese Infos publik machen, erinnerte sich der ehemalige Militärgeheimdienst-Offizier: Das könnte Trump im Wahlkampf helfen, hätte sie gemeint.
  • Don Jr. hätte sich interessiert gezeigt, doch wollte wissen, ob es mehr Beweise gäbe. Als die Russin vorschlug, Team Trump könnte da weiterbohren, hätte der Trump-Sohn das Interesse verloren, so Akhmetshin.

Don Jr. hatte bisher beteuert, dass es bei dem Meeting lediglich um Adoptionen von russischen Kindern durch US-Eltern gegangen wäre – und das, obwohl ihm Musikpromoter Rob Goldstone, der das Treffen einfädelte, in E-Mails “Schmutz über Hillary” versprochen hatte.

Don Jr. musste während des seit dem Wochenende explodierenden Skandals bereits mehrmals seine Version der Erinnerungen an das Treffen korrigieren – jetzt wurde ihm neuerlich widersprochen.