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Wird Donald Trump zum ruchlosen Kriegspräsidenten – oder ist er nur ein Schaumschläger?

Der US-Präsident übertrifft sich nun täglich mit martialischer Brachial-Rhetorik gegen Nordkorea – und jetzt auch noch gegen Venezuela.

Zuerst drohte Trump Diktator Kim Jong-un mit einem vernichtenden Atomschlag. Nordkorea drohe ein Sturm  an „Feuer und Wut“, wie  ihn „die Welt noch nie erlebt hat”, tönte der Oberkommandierende vom Urlaubs-Golfressort. Während Außenminister Rex Tillerson versuchte, die geschockte Welt zu beruhigen, legte Trump noch eins drauf: Seine „feurigen“ Kommentare wären wohl nicht „hart genug gewesen”, fand der Choleriker.

Stunden später machte Trump beim Kriegsgedonnere dann sogar auf Westernhelden John Wayne: „Die militärischen Lösungen sind nun vollständig vorbereitet, entsichert und geladen, sollte Nordkorea sich unklug verhalten“, twitterte er.

Dann leitete er einen Tweet der US-Luftwaffe weiter, in dem die Einsatzbereitschaft von in der Militärbasis Guam stationierten B1-Bomberstaffeln bekräftigt wurde. Hinzugefügt war sogar das Schlagwort: „Wir kämpfen heute Abend“. Der Krieg der Worte beim High Noon mit Pjöngjang könnte in einen Waffengang eskalieren, warnen Experten.

Solche Warnungen schlägt der Präsident in den Wind. Lieber schockt er mit Kriegsdrohungen gegen ein weiteres Land: Nach den Golfen im Feriendomizil in Bedminster stellte Trump klar, dass die USA zur Lösung der Krise in Venezuela auch „militärische Optionen“ in Erwägung ziehe. Die Drohungen verblüfften:  Bei einem Treffen mit Beratern davor war eigentlich die Nordkorea-Krise besprochen worden.

Befürchtet wird schon, dass Trump mit dem mutwilligen Anzetteln eines Krieges seinen Absturz in den Umfragen stoppen möchte.