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Schock und Entsetzen in den USA nach einem Ausbruch tödlicher Gewalt von Neonazi-Gruppen in Charlottesville im US-Staat Virginia.

Bei dem Aufmarsch weißer Rassistengruppen – darunter Mitglieder des “Ku Klux Klan” – kam es zuerst zu Straßenschlachten mit Gegendemonstranten. Dann raste der 20-Jährige Rechtsextremist James Alex Fields Jr. (20,) aus Ohio mit einem „Dodge“-Sportwagen in eine Gruppe von Demonstranten. Die 32-Jährige Heather Heyer (32) kam ums Leben, 19 wurden verletzt.

In einen neuen Feuersturm der Kritik geriet aber auch US-Präsident Donald Trump – vor allem wegen seiner verhaltenen Reaktion auf die rechte Gewalt: Trump verurteilte in einer ersten Stellungnahme zwar “Hass, Bigotterie und Gewalt”. Er schränkte aber ein, dass die von “vielen Seiten” komme. Über den größten Neonazi- und Ku-Klux-Klan-Aufmarsch in den USA seit Jahren und der rechten Gewaltorgie schwieg er aber.

Es hagelte heftige Kritik:

  • Trump wurde vorgeworfen, mit der Zurückhaltung Rücksicht auf seine Anhänger – darunter viele Rechtsextreme – nehmen zu wollen.
  • Das „Wiesenthal Center“ in L.A., das Antisemitismus beobachtet, verlangte von Trump, „weiße Nationalisten, die Hass, Misstrauen und Gewalt säen, eindeutig zu verurteilen“.
  • Prompt kam es in den USA zu Kundgebungen gegen die rechte Gewalt, vor allem im Kalifornien. In Oakland gab es Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei.

Amerika gleicht einem Pulverfass, nachdem Trump mit ständiger Hetze und der Duldung von Rechtsextremismus die Nation immer mehr spaltet. Beobachter sprechen sogar von der Gefahr eines drohenden “Bürgerkrieges”.

Die Auto-Attacke in Charlottesville wird von Politikern als Akt des inländischen Terrorismus eingestuft.